Ihr findet mich ab heute hier:
Alltagmalanders
Der alte Blog bleibt als Archiv bestehen – für mich und auch für Euch, wenn Ihr mögt.
Es würde mich freuen, Euch alle in meinem neuen Blog wiederzulesen.
Tschüss bis gleich.
30. Juni 2009 von Vera
Ihr findet mich ab heute hier:
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Es würde mich freuen, Euch alle in meinem neuen Blog wiederzulesen.
Tschüss bis gleich.
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29. Juni 2009 von Vera
Seit fünf Tagen schon und die fünfte Nacht hat begonnen. An dem Vormittag hatte ich ihn nach draußen gelassen und er ist nicht mehr heimgekommen.
Zuerst habe ich mir keine Sorgen gemacht. Am Abend dachte ich: Gut, ein junger Kater in einer Sommernacht …
Aber er war nie nachts draußen. Er blieb daheim und wollte auch gar nicht raus. Er hat brav die Nacht im Wohnzimmer verbracht und gewartet, wenn Ninja und ich am nächsten Morgen hinunter kamen und hat sich erst einmal von Kopf bis Fuß durchkraulen lassen.
Es musste ihm etwas zugestoßen sein. Paulchen kam immer zwischendurch nach Hause, oft mit einer Maus im Gepäck.
In der Nacht bin ich nach draußen in den Garten und habe geschaut, ob er da ist. Früh am Morgen habe ich den Garten abgesucht, gerufen, gelauscht. Nichts war von Paulchen zu sehen und zu hören.
Er ist sehr anhänglich, verschmust und war nie sehr weit weg. Meist kam er schon, wenn er nur die Terrassentür gehört hat. Er fing im Garten Mäuse, Käfer, Falter und hatte eine Menge Spaß. Nebenan sind weitere Wiesen, getrennt von Baumreihen, mit Gestrüpp, in dem er sich herrlich verstecken konnte. Dort raschelte es immer und Eichhörnchen und anderes Getier liefen dort herum.
Nach dem Frühstück ging ich mit Ninja auf die Suche. An den Scheunen habe ich alles abgesucht, gerufen und gelauscht. Durchs Dorf bin ich gelaufen zu der Straße hinter den Wiesen. Überall standen Garagen offen und die drei Frauen, die ich gefragt habe, hatten ihn nicht gesehen. Sie kannten ihn gar nicht. Ich bin über die Wiesen zurück und habe bei den Holzstapeln gesucht, in die Bäume geschaut, bei meiner Vermieterin bin ich wieder über den Zaun zurück auf meine Straße. Auch sie hat ihn nie bei sich gesehen. Paulchen ging allenfalls zur Nachbarin, aber nie weiter. Kam ein Auto die Straße herunter, war er schnell wieder im Garten. Überfahren? Unwahrscheinlich.
Trotzdem suchte ich die Straße ab und ging über die Wiese zurück – trotz Donnergrollen. Am Nachmittag zog es mich wieder hinaus und ich ging die Wiese hinter meinem Garten hinunter. Eine Spur zog sich durch das hohe Gras. Hier sind sicher einige Katzen gelaufen. Ich ekelte mich vor den Zecken, die sich sicherlich an meine Kleidung setzen würden. Ich schaute, ich rief, ich lauschte. Kreuz und quer ging ich.
Ich hörte sein Miauen, überall, auch Zuhause. Oft bin ich raus in den Garten, weil ich glaubte, ihn zu hören. Mein Hirn spielte mir einen Streich. Ich werde Paulchens Miauen wohl nie mehr hören.
Was passiert ist, wo er geblieben ist, wird ein Rätsel bleiben. Wilde Spekulationen bringen mich nicht weiter.
Es bleibt eine unendliche Traurigkeit, immer wieder heiße Tränen, die nicht versiegen wollen. Ein Hund, der nicht versteht, wo sein Spielkamerad bleibt. Der genauso sucht wie ich, der mich in den Garten zur Scheune führt, dahin, wo die Katzen vom Zaun unter das Dach springen. Ninja schaute hoch, dann schaute sie mich an, schaute wieder hoch und zurück zu mir. Nein, das konnte Ninja nicht verstehen und lag den ganzen Abend auf der Couch und schaute nach draußen. Diesen Abend und auch die weiteren Abende.
Hoffnung? Nein, die habe ich nicht. Manchmal glimmt ein Hoffnungsfunke auf und ich wünsche mir, dass Paulchen sich wieder in meine Arme stürzt und sich beschmusen lässt.
Und dann fließen wieder die Tränen und ich habe nicht das Gefühl, dass er noch lebt.
Es bleibt die Ungewissheit und die Trauer, dass wir so wenig Zeit miteinander hatten.
In diesem Monat ist Paulchen ein Jahr alt geworden. Er hat sehr intensiv gelebt und eine Menge Spaß gehabt. Mehr sollte nicht sein …

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25. Juni 2009 von Vera
Stell’ dir vor, du gehst Montagmorgen wie gewohnt in deinen Einkaufsmarkt zur Arbeit und nichts ist mehr da. Keine Waren, keine Einrichtung, alles weg.
Einbruch im großen Stil?
Bis Samstagmittag wurde in einem Passauer Markt normal gearbeitet und danach kam die Anweisung, den Einkaufsmarkt komplett zu räumen. Niemand hat etwas davon gewusst.
In der Nacht um vier Uhr standen drei Lastwagen zum Verladen vor der Tür – und weg war alles.
Am Montagmorgen standen die Kunden vor der Tür und machten große Augen. Genau so wie die Mitarbeiter, die arbeiten wollten.
Also Sachen gibt’s!
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24. Juni 2009 von Vera
Ob das auch für mich gilt?
Normalerweise bleibe ich immer in der Nähe, wenn ich den Ofen einheize. Heute nicht, weil ich dachte, bei dem Wetter zieht der Kamin eh gut.
Tat er aber nicht. Das Wetter drückte hinein und den Rauch ins Wohnzimmer. Super!
Hätte ich gar nicht gemerkt, wenn Ninja nicht im Flur gestanden hätte und mit einem merkwürdigen Blick mal zu mir, dann wieder in Richtung Wohnzimmer schaute. Da sah ich auch schon den Rauch heranziehen. Mist! Alle Fenster aufreißen und das Haus lüften. War ja nur kalt draußen. ![]()
Ich habe es überlebt. Nur die Frage, ob ich durch dieses Missgeschick des Räucherns länger haltbar bin, wird wohl so schnell niemand beantworten können. Warten wir mal vierzig Jahre.
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23. Juni 2009 von Vera
Mir ist momentan lila zumute. Wieso? Weiß ich nicht. Vielleicht liegt es an dem Foto, dass ich das Layout lila anpassen wollte. Vielleicht will mir diese Farbe etwas sagen?
Meine Lieblingsfarbe ist eine andere. Aber lila finde ich heute prima.

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22. Juni 2009 von Vera
Ich bin schon lange wach. Wellen von Hitze rollen über mich hinweg. Ich wälze mich von rechts nach links, von links nach rechts.
Gedanken kommen und gehen. Unglaublich, was einem in der Nacht alles einfällt. Erinnerungen, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt.
Um drei Uhr schalte ich das Licht an und beginne in meinem Thriller zu lesen. Die Buchstaben verschwimmen vor meinen müden Augen. Oder halte ich das Buch nicht weit genug entfernt? Die Altersweitsichtigkeit nimmt immer weiter zu. Das muss ich bei Gelegenheit wieder überprüfen lassen.
Nach einer Weile lege ich das Buch zurück auf den Nachttisch, lösche das Licht und kuschele mich in meine Decke.
Langsam wird es draußen heller – war es überhaupt dunkel? Ich stehe auf, laufe herum, schaue im Büro aus dem Fenster, lege mich wieder hin. Schlaf stellt sich nicht ein. Vertane Zeit, hier so dumm herumzuliegen. Also schlurfe ich ins Büro und schalte den PC ein. Meine Bankgeschäfte sind schnell erledigt und mir ist kalt geworden. Ich gehe zurück ins Schlafzimmer und schlüpfe wieder unter meine Decke.
Der Schlaf kommt nicht. Wo ist er eigentlich, wenn er nicht da ist? Macht er sich eine schöne Nacht, irgendwo, ohne mich?
Um 5.02 Uhr ist Sonnenaufgang. Ich steige mit meiner Kamera bewaffnet im Bad auf das Toilettenbecken und warte. Von hier oben aus dem Dachfenster sieht der Garten ganz anders aus. Ich mache ein paar Fotos, fotografiere auch die Dachpfannen und den Kamin, alles vor, neben, hinter und unter mir. Zehn Minuten halte ich aus ohne vom Toilettenbecken abzustürzen. Den Sonnenaufgang sehe ich nicht weil ein Berg davor ist. Solange will ich nicht auf sie warten. Mir ist kalt und ich krabbele wieder ins Bett, aber nicht ohne mir vorher meine Kuschelsocken anzuziehen.
Da liege ich nun. Ich möchte aber doch sehen, wie die Sonne aufgeht, auch wenn ich durch die Bäume nicht viel sehen werde. Also wieder raus aus dem Bett und hoch gekraxelt auf das Becken. Und da scheinen die Strahlen durch die Kirschbaumäste und werfen goldenes Licht auf meine Wiese. Ist das schön. Andächtig stehe ich und schaue mir meine Gartenwelt von oben an. Himmlisch.

Zufrieden gehe ich in mein Bett und ziehe mir die Decke bis an die Ohren. Hicks – hicks. Hicks – hicks. Hicks – hicks. Meine Güte: Mit kalten Füßen und Schluckauf schläft es sich nicht. Freiwillig geht der Hicks auch nicht weg. Mir bleibt nichts anderes übrig als in die Küche runterzulatschen und ein Glas Wasser zu trinken.
Der letzte Versuch. Wenn ich jetzt nicht einschlafe – 5.30 Uhr – dann stehe ich auf.
Ich schlief doch ein und wurde erst um 8.30 Uhr wach, weil mein Hund am Bett stand und junkste. Ninja hatte während meiner Rumrennaktion selig geschlummert, aber jetzt wollte sie raus. Nun denn, ist auch schon spät …
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21. Juni 2009 von Vera
… aber drei zum Festhalten braucht? Man nimmt einen Fuß zu Hilfe. ![]()
Was hat man dann, wenn man mit der linken Hand festhält, auf der linken Seite mit der rechten Hand schraubt und mit dem rechten Fuß am Ende des Schrankes gegendrückt?
Genau: Tierischen Muskelkater! Es wäre einfacher aufzuschreiben, was nicht weh tut. ![]()
Ich stelle fest, dass ich nicht mehr so gelenkig bin wie vor ein paar Jahren.
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20. Juni 2009 von Vera
Kleine Schrauben
Große Schrauben
Dicke Schrauben
Dünne Schrauben
Sie mir den Verstand noch rauben
Lange Bretter
Kurze Bretter
Breite Bretter
Schmale Bretter
Ich zornig in die Ecke schmetter
Auf die Knie
In die Höhe
Auf die Knie
In die Höhe
Was ist das für eine Müh’
So verschraub’ ich Brett für Brett
Keine Schraube bleibt da locker
Da steht der Schrank, ach wie nett
Ermattet fall’ ich auf den Hocker
© Vera Gold
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20. Juni 2009 von Vera
Sechseinhalb Stunden meines Lebens hat mich dieser Schrank gekostet und jede Menge Aua habe ich am ganzen Körper. Aber nun steht er und sieht gut aus. Er ersetzt das Regal, das vorher dort stand und nur gut aussieht, wenn nichts draufsteht. Irgendwohin muss mein Zeugs aber …

Ein bisschen Hilfe brauchte ich beim Kranz, weil dort nicht vorgebohrt war und ich die kleinen Schräubchen nicht ins Holz bekam. Und die Scharniere an den Türen hat mein lieber Vermieter auch angebracht. Schnell vorgebohrt mit einem Handdreher und zack die Schräubchen rein, fertig. Dann eben gemeinsam den Aufsatz auf den Unterschrank gehoben und beides zusammengeschraubt. Das war es dann schon für ihn.
Zuletzt habe ich die Türen angebracht, die mich noch einmal Nerven gekostet haben. Aber es schaut gut aus und ich bin stolz wie Bolle.
Allerdings ist mir ein kleine Missgeschick passiert: Den Einlegeboden für das untere Fach wollte ich abwischen. Es ist mir aus der Hand geglitten, (natürlich) mit der Kante auf meinen Fuß und von dort umgekippt auf den Boden. Kein großer Sturz, aber nun habe ich zwei Bretter.

Verbaut habe ich 59 Seitenteile, Bretter, Leisten, Blenden, Rückwände etc.
Mit Hilfe von 386 Schrauben, Holzdübel, Nägeln, Scharnieren, Winkeln, Rollen, Nupsis und anderem.
Zwei Bits verseift und einmal auf den Daumen gehauen. Aber feste ![]()
Jetzt gehe ich in die Badewanne und dann ins Bett. Gute Nacht.
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19. Juni 2009 von Vera

Willi besteigt Wanja,
stützt sich mit einem Bein ab.
Nuk Nuk Nuk
Nu mach schon, ruft Wanja.
Nuk Nuk Nuk
Ich rutsch immer ab, stöhnt Willi.
Du bist so glatt, so groß.
Nuk Nuk Nuk
Dauert’s noch lang?
Nuk Nuk Nuk
Hab’s gleich.
Nuk Nuk Nuk
Nuk Nuuuuuuuk
© Vera Gold
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